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29. Mai 2019
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Gesundheitsscouts entwickeln Ideen für gesunde Arbeitsplätze

Schüler der Realschule am Deutenberg präsentieren Vorschläge für gesundheitsfördernde Maßnahmen bei der Sparkasse

Villingen-Schwenningen – Am Dienstag verfolgten Vertreter der Sparkasse Schwarzwald-Baar im Großen Saal der Schwenninger Krankenkasse gespannt die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Realschule des Schulverbunds am Deutenberg: Diese hatten Vorschläge für das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) des Unternehmens entwickelt.

Die Veranstaltung bildete den Abschluss des Projekts „Der Gesundheitsscout“, das die Schwenninger Krankenkasse und die Stiftung „Die Gesundarbeiter“ 2016 ins Leben gerufen haben.

Mitte April hatten die Schüler mit dem Wahlpflichtfach MUM einen Tag in der betrieblichen Praxis zugebracht: Die Teilnehmer wurden gemäß den drei wichtigsten Säulen der Gesundheitsprävention Ernährung- Bewegung – Entspannung in drei Gruppen eingeteilt. Vor Ort brachten sie in Erfahrung, welche BGM-Maßnahmen es in den einzelnen Bereichen bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar bereits gibt und was sich die Azubis zusätzlich wünschen. Um für den Firmentag gut gewappnet zu sein, wurden sie im Vorfeld von BGM-Experten der Schwenninger Krankenkasse zum Thema Gesundheit und in den Grundlagen des BGM geschult.

Kreative Vorschläge

Die Gruppe „Ernährung“ überzeugte neben vielen guten Vorschlägen insbesondere mit ihrer stimmigen und bemerkenswerterweise nicht-digitalen Präsentation: An Blackboards wurde der Vortrag mittels selbst beschrifteten Karten und eingängigen visuellen Motiven anschaulich vermittelt.

Anhand einer Nahrungsmittelpyramide gab die Gruppe Tipps zur Ernährung und wartete mit einer ganzen Reihe von Ideen auf, wie die Sparkasse ihre Mitarbeiter am besten bei einer gesunden Ernährung unterstützen kann. Von der Auseinandersetzung mit aktuellen Trends zeugen eine Smoothie-Bar, in der verschiedene Ingredienzen bereitgestellt werden und dann selbst von den Mitarbeitern gemixt werden können, oder die Einführung eines „Veggie-Days“ in der Kantine. Leicht umsetzbar sind Orangensaftpressen in den Kaffeeküchen, damit öfter zu einer „Vitaminbombe“ gegriffen wird. Die tolle Präsentation und die innovativen Tipps fanden großen Anklang und sicherten der Gruppe „Ernährung“ den ersten Platz.

Die Gruppe „Stress/ Entspannung“ hatte sich nicht nur Gedanken gemacht, welche Stressauslöser – z. B. Zeitdruck, Perfektionismus, Angst vor Fehlern oder Verantwortung – in der Arbeitswelt insbesondere vorkommen (wie), sondern auch, wie Stress am effektivsten abgebaut werden könnte: Leicht erlernbare Yogaübungen sollen den Mitarbeitern zu innerer Balance verhelfen. Dazu sollen sie mit Yoga-Matten und entspannender Musik ausgerüstet werden. Ganz dem Thema angemessen hielt die Gruppe ihren äußerst harmonischen und gelungenen Vortrag mit – zumindest äußerlich – großer Gelassenheit. Die ausgezeichnete Aufbereitung der Fakten in einer Powerpoint-Präsentation sowie das Vorführen leicht zu erlernender Yoga-Übungen konnte das Fehlen einer konkreten Überlegung, wie das Praktizieren von Yoga im Arbeitsumfeld eingeführt werden könnte, nicht wettmachen, und so erzielte die Gruppe Platz zwei.

Die Gruppe „Bewegung“ schlug Fitnessräume mit diversen Sportgeräten an den größeren Geschäftsstellen sowie mobile Trainingsgeräte, wie Gymnastikbälle oder Hanteln, für die kleineren Geschäftsstellen der Sparkasse vor. Sie stellte außerdem Pläne mit Bewegungsübungen zusammen, damit Beschäftigte diese direkt in ihren Büros trainieren können. Außerdem regten sie an, dass Mitarbeiter mittels Gesundheits-Apps kleine „Wettkämpfe“, wer sich am meisten bewegt, austragen können. Bei der Vorschlagsentwicklung wurde allerdings die Realisierbarkeit etwas außer Acht gelassen , denn Fitnessräume sind wegen des großen Platzbedarfs oft nicht umsetzbar. Daher belegte die Gruppe „Bewegung“ den dritten Platz.

Neuntklässler überzeugten durch interessante Präsentationen  und Teamarbeit

Die Jury – bestehend aus Daniel Maul, Personalleiter der Sparkasse Schwarzwald-Baar, Christine Laifer, Lehrerin im Fach MUM der Realschule des Schulverbunds am Deutenberg, Andrea Drost, zuständig für die Stiftung „Die Gesundarbeiter“, sowie Susanne Riegger, Präventionsexpertin der Schwenninger Krankenkasse – war von den gelungenen Präsentationen der Neuntklässler sichtlich beeindruckt.

Der Jury gefiel insgesamt, dass bei allen Gruppen die Teammitglieder in die jeweilige Präsentation eingebunden waren. „Alle drei Präsentationen zeigen, dass sich die Schüler sehr intensiv mit ihrer jeweiligen Aufgabenstellung auseinandergesetzt haben“, lobte Roland Frimmersdorf, Unternehmenssprecher der Schwenninger Krankenkasse und Geschäftsführer der Stiftung „Die Gesundarbeiter“.

Auch das Feedback der Schüler war äußerst positiv: „Der Gesundheitsscout hat uns sehr viel Spaß gemacht. Und wir haben dabei wirklich sehr viel darüber gelernt, wie wichtig es ist, die Verantwortung für unsere eigene Gesundheit zu übernehmen“ stellte eine Schülerin fest.

Laut Christine Laifer habe das Projekt die Gruppe zusammengeschweißt und stelle ein sehr gutes erstes Training für das spätere Berufsleben dar. „Sich außerhalb der Schule in einem professionellen Umfeld zu präsentieren ist etwas völlig anderes, als innerhalb der Klasse ein Referat zu halten oder eine Gruppenarbeit vorzustellen“.

Die Gruppe „Ernährung“ belegte den ersten Platz und erhält damit 300 Euro für die Klassenkasse. Über 200 Euro und den zweiten Platz darf sich die Gruppe „Stress/ Entspannung“ freuen. Der drittplatzierten Gruppe „Bewegung“ wurden 100 Euro übergeben. Da alle Teilnehmer einer Klasse angehören, wird das Geld in eine gemeinsame Unternehmung  fließen. Alle Schüler erhielten außerdem ein Zertifikat, das sie als „Gesundheitsscout“ ausweist.

Weitere Informationen zum „Gesundheitsscout“: https://www.stiftung-gesundarbeiter.de/

 

Kurzprofil Stiftung „Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“:

Die Stiftung „Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“ ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Sie wurde 2012 gegründet und hat ihren Sitz in Villingen-Schwenningen. Stiftungszweck sind gemeinnützige Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsförderung. Da ein nachhaltig gesunder Lebensstil bereits in jungen Jahren geprägt wird, stehen Projekte für Kinder und Jugendliche – zum Beispiel in Kitas und an Schulen – im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz.

Herzlich willkommen bei der vivida bkk!
Ich bin Vivi und freue mich, Ihnen zu helfen.
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